Meldung aus dem Jahr 1827

Die Feuerwehrleute haben ihre Pflicht aber doch wohl nicht sehr genau genommen, das sagt eine Meldung aus, die der nächste Assistent, der Schullehrer Johann Mindermann, im Jahre 1827 geschrieben hat:

„Als man hier zu Bashen das in der Nacht vom 23. auf den 24. d.M. des Feuers ansichtig wurde, ward sogleich mittels Läutung der Glocke das ein für alle mal feststehende Signal gegeben, worauf sich augenblicklich jeder bey der Feuerlöschungs Companie angestellter Anführer mit seinen Untergebenen bei dem Spritzenhause zu versammeln hat, um von der Direction Verhaltungsbefehle zu empfangen. Die Versammlung war aber so saumselig, daß man nicht länger warten durfte. Es wurde daher der Befehl zum Aufbruch gegeben, und dieser wurde durch Läutung der Glokke allgemein bekannt gemacht. Nun hoffte man, daß sich die ganze Companie wenigstens nach und nach beim Feuer einfinden werde, wie aber nach beendigter Löschung nur dieselben Mannzahl gehalten wurde, waren folgende gar nicht erschienen gewesen. Da nun bisher bey denen außerhalb des hiesigen Dorfes entstandenen Feuersbrünsten aller Warnung ungeachtet immer einer solchen Saumselichkeit bewiesen und dadurch eine zweckmäßige Thätigkeit der Feuerspritze ist behindert worden, so finden wir uns genöthigt, davon dem Gerichte schuldige Meldung zu thun.

Bashen, 24. Dec. 1827,

Schullehrer J. Mindermann, Assistent der Feuerlöschungs Companie