Nachkriegszeit

Nach Kriegsende mußte man das Feuerlöschwesen als völlig desolat bezeichnen. Die Militärregierung ordnete am 9. November 1945 die sofortige Trennung der Feuerwehr von der Polizei an und bemängelte gleichzeitig die Bereitschaft und Leistungsfähigkeit der Feuerwehren. Geordnete Verhältnisse wurden erst wieder auf Grundlage des Gesetzes über den Feuerschutz im Lande Niedersachsen vom 21. März 1949 geschaffen.

Friedrich Cyriacks, der im Jahre 1935 die Führung der Wehr übernommen hatte, behielt dieses Amt auch nach dem Kriege und war bemüht, die Bassener Feuerwehr, so reibungslos wie möglich, funktionsfähig zu erhalten.

Im Frühjahr 1949 bekamen die Einwohner im Ortszeit Brillkamp vom Landmaschinenhandel Paul Nömke, Inhaber Lührs aus Ottersberg-Bahnhof eine Tragkraftspritze (TS) vom Typ DKW mit einem Zweitaktmotor geschenkt. Daraufhin wurde am 15. Juni 1949 von zehn Brillkamper Männern eine Löschgruppe gegründet. Die Gründungsmitglieder waren: Johann Freese, Cord Barning, Christel Tieljen jun., Hermann Meyer,

Brün Lüllmann, Georg Henke, Heinz-Hermann Barning, Heinrich Loffhagen, Helmut Asendorf und Christel Barning. Geübt wurde in der Sandkuhle auf dem Brammer und bei Wilkens am Berg. Die Tragkraftspritze wurde bei Cord Barning auf der Diele abgestellt. Die Bassener Feuerwehr unterstützte die Löschgruppe mit Schlauchmaterial und Strahlrohren.

Im Herbst 1951 versagte die Spritze ihren Dienst. Die Löschgruppe integrierte sich in die Bassener Feuerwehr. Die Spritze wurde repariert, so kam Bassen in den Besitz von zwei Feuerlöschspritzen. 1950 legte Friedrich Cyriacks sein Amt aus Altersgründen nieder. Sein Sohn Hinrich Cyriacks wurde zum Gemeindebrandmeister gewählt und auch ernannt. 1951 wurde die Wehr mit einem umgearbeiteten Krankenwagen, einer Tragspritze mit 800 Liter Wasserleistung pro Minute auch technisch modernisiert. 1956 wurde das erste Löschgruppenfahrzeug, ein LF8 auf Opel-Blitz-Fahrgestell, in Dienst gestellt.

In einem Vertrag vom 22. Juni 1965 wurde vereinbart, daß die Freiwillige Feuerwehr Bassen den Feuerschutz für die Ortschaft Schaphusen übernimmt.

1974/75 kaufte die Gemeinde Oyten (Bassen ist jetzt nach der Eingliederung 1973, ein Ortsteil der Großgemeinde Oyten) die Schlobohmsche Scheune an der Großen Straße in Bassen und baute diese zum heutigen Gerätehaus mit Mannschaftsraum aus. Seit 1974 steht der FF Bassen ein Daimler-Benz-Löschgruppenfahrzeug und eine Tragspritze TS 8/8 zur Verfügung. So ausgerüstet konnte das 75Jährige Beste- hen im Mai 1975 groß gefeiert werden. Damit war die Feuerwehr aber noch nicht komplett ausgerüstet. 1976 folgte die Anschaffung eines VW-Busses als Mannschaftswagen und 1978 das Tanklöschfahrzeug TU. Diese Fahrzeuge wurden im Laufe der Jahre mit Sprechfunk ausgerüstet. Hilfeleistungssatz und Atemschutzgeräte wurden angeschafft.