Jahreshauptversammlung 2022

Am Samstag war es endlich so weit – nach über 2 Jahren Corona-bedingter Pause konnte wieder die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr stattfinden. Aufgrund der ungewissen Bestimmungen anfang des Jahres durften wir dieses Mal zu Gast im Schützenhaus am Mühlentor sein – vielen Dank dafür nochmals an den Schützenverein SSG Mühlentor-Oyten.

Ortsbrandmeister Matthias Meyer eröffnete um kurz nach 20 Uhr die Sitzung. Der Jahresrüblick fiel diesmal etwas länger aus.

In 2020 rückten wir zu 29 Einsätzen aus. Der Anteil der Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen betrug je 50 %. Ein großes Thema war in 2020 natürlich auch der Beginn der Corona-Pandemie. Meyer blickte nochmal auf den Anfang März zurück, als man noch davon ausging, dass der Dienstebtrieb erstmal nur bis Ostern ausfalle. Das damit aber Ostern 2021 gemeint war, war zu diesem Zeitpunkt für jeden nicht vorstellbar. Ein weiterer Schwerpunkt war in 2020 die Umstellung der Alarmierung. Es wurden digitale Funkmeldeempfänger angeschafft, ein Bildschirm in der Feuerwehr installiert und die Handyalarmierung abgeschafft. Weitere Einsätze, die in Erinnerung blieben, waren der Gefahrgutaustritt bei einem chemieverarbeitenden Betrieb in Oyten, die Tierrettung eines im ottersberger Moor eingesunkenen Pferdes, bei der ein Einsatz mit großem Geschütz nicht möglich war und der Garagenbrand eines Kameraden aus der Altersabteilung im Bornmoor. Zudem durften wir auch ein ,,neues Pferd im Stall“ begrüßen. Der lang erwartete GWL-2. Hierbei handelt es sich um einen LKW mit Beladungsfläche, welche durch einzelne Rollwagen individuell bestückt werden kann und somit eine große Flexibilität bietet.

In 2021 überwog der Anteil der technischen Hilfeleistungen (16) gegenüber den Brandeinsätzen (10). Neben vielen Sturmeinsätzen und mehreren Unterstützungen für den Rettungsdienst erinnerte Meyer auch nochmal an den Einsatz Mitte März, als sich mehrere Personen auf einer Schilderbrücke auf der Autobahn verschanzt hatten und somit fast der gesamte Verkehr nach Bremen zum Erliegen kam. Wenn man 2021 auf dem Melder einen Brandeinsatz hatte, so war dieser meist von größerer Natur. Ob es sich um einen Mähdrescher handelte, der während der Ernte in Flammen aufging oder um zwei brennende Häuser innerhalb von wenigen Tagen im Dezember. Besonders der erste Gebäudebrand am 01.12.2021 war noch bei vielen im Gedächtnis. Ursprünglich wurden die oytener Kameraden zu dem Einsatz gerufen. Nahezu zeitgleich wurden aber auch noch ein umgestürzter Baum, der auf einem PKW liegen sollte und eine auslösende Brandmeldeanlage in einem Altenheim gemeldet. Drei Einsätz zur gleichen Zeit und dann noch welche, wo die Alarmierung schlimmes verheißen lies – so oft kommt das dann wirklich nicht vor. Aber der Dezember 2021 hielt noch einen weiteren Einsatz für uns und die Kameraden aus Oyten und Fischerhude bereit. Man habe es gegen Abend aus den unterschiedlichsten Quellen erfahren, resümierte Meyer, ob über WhatsApp, Social Media oder aus dem Internet: In Fischerhude soll jemand mit einer Waffe rumlaufen und einen oder mehrere Menschen getötet haben. Der darauffolgende Einsatz – wir wurden zur Ausleuchtung der Einsatzstelle alarmiert – war schon sehr anders als alle bekannten Einsätze bisher. Aufgrund des derzeit hellsten Lichtmastes in der Umgebung wurde der GWL direkt vor dem Tatort geparkt. Neben einem standen auf einmal Polizisten mit größerer Bewaffung und das mulmige Gefühl, dass vielleicht dieser eine Mensch zurückkommt und nochmal schießen könnte. Ein Einsatz, der mehrere Feuermitglieder auch lange danach noch beschäftigt hat.

Neben den Einsätzen gab es 2021 aber auch endlich Grund zum Feiern. Die Fahrzeugübergabe des nach über einem Jahr bereits im Feuerwehrhaus stehenden GWL-2 konnte endlich stattfinden. Zudem haben wieder 7 Kameraden die Truppmannausbildung erfolgreich abgeschlossen. Besonders die entstandene Kameradschaft war hervorzuheben.

Aufgrund von Corona konnten in 2020 und 2021 nur wenige Lehrgänge absolviert werden. Dies soll sich in Zukunft aber wieder ändern versprach der stellvertretenden Kreisbrandmeister Mario Rosenbrock, welcher ein Grußwort an die Gäste richtete. Grußworte richteten ebenso der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses Carsten Mattfeld, der Gemeindebrandmeister Holger Mindermann und unsere Bürgermeisterin Sandra Röse aus. Bei allen war das Thema Corona natürlich sehr präsent. Sie bedankten sich auch dafür, dass während und nach der Corona-Pandemie die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Hilfe nach wie vor vorhanden ist. Diese Hilfe, so Röse, sei in den kommenden Jahren wichtiger denn je.

Natürlich gab es an diesem Abend auch wieder einige Kameradinnen und Kameraden, die eine Beförderung erhielten (nährere Infos unter den Fotos). Besonders hervorzuheben sind in diesem Jahr auch die Ehrungen: Claus Lutze darf auf 25 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit zurückblicken. Als Gerätewart seinerzeit war er neben der Pumpenausbildung auch maßgeblich an der Planung und Beschaffung unsers heute noch in Dienst stehendem TLF 16/25 beteiligt. Bernd Brüns-Swigon darf sogar noch weiter zurückblicken: Er hat ist bereits seit 1981, also über 40 Jahre bei der Feuerwehr in Bassen als Feuerwehrmann tätig. Bis heute ist er bei Dienstabenden und Einsätzen sehr aktiv und gehört praktisch zum Inventar unseres erstausrückenden Autos.

Zum Schluss bedankte sich Meyer noch bei dem Rat und der Verwaltung und die Mitglieder des Feuerwehrausschlusses, sowie bei allen Kameradinnen und Kameraden. Es sind wurden außerdem folgende Termine bekannt gegeben:

Gemeindewettbewerbe in Oyten am 02.07.2022 – Tag der offenen Tür der Feuwehr Oyten am 28.08.2022 – Nachtmarsch am 11.11.2022 in Blocks Huus

Alle Geehrten und Beförderte
Den Dienstgrad Feuerwehrmann erhalten (v.l.): Rayk Warning, Pascal Ksoll, Jirko Junge, Jannis Lindenau, Tjark Henke und Lukas Knost
Den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann bzw. Oberfeuerwehrfrau erhalten (v.l.): Marlon Kreitzireck, Jesco Henke, Jasmin Swigon, Fabian Meyer und Felix Oedekoven
Den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann erhalten (v.l.): Jarno Lindhorst und Lukas Dinter
Den Dienstgrad Oberlöschmeister erhält Hajo Cordes. Ralf Budelmann wurde zum Hauptlöschmeister ernannt.
Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Claus Lutze (links) und für 40 Jahre Bernd Brüns-Swigon.
 

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